Paul Zech, geboren am 19. Februar 1881 im westpreußischen Briesen, zählt zu den herausragendsten Schriftstellerpersönlichkeiten des literarischen Expressionismus.Seine Jugend verbrachte er in Elberfeld im Rheinland, wo er - der junge Bergmann und aufstrebende Lyriker und Literaturkritiker - schon früh innige Freundschaft mit der Dichterin Else Lasker-Schüler schloß. Sie ermunterte ihn 1912, ihr nach Berlin zu folgen- und Zech begann die wechselvolle Karriere eines freien, äußerst produktiven Autors. Seine zahlreichen Dichtungen trugen ihm rasch große Anerkennung ein, deren äußerer Höhepunkt 1918 die Verleihung des Kleist-Preises durch Heinrich Mann wurde. Seine Arbeit als Literaturrezensent und Herausgeber der Zeitschrift Das neue Pathos hatte Zech zu diesem Zeitpunkt jedoch schon längst zu einem derwesentlichen Förderer der deutschen Moderne werden lassen.1933 floh er unter dem Eindruck der sich konstituierenden NS-Diktatur aus Deutschland. Über Prag und Paris führte ihn sein Weg ins argentinische Exil, wo er fortan in ärmlichen Verhältnissen leben mußte. Am 7. September 1946 starb Paul Zech in Buenos Aires.Mehr als 50 Buchpublikationen hatte Zech ab 1909 veröffentlicht, und dies in den renommiertesten deutschen Verlagen wie etwa Hoffmann & Campe, Insel, Kurt Wolff und Rowohlt.Dieses große Œuvre umschließt ein umfangreiches Lyrikwerk, kürzere und längere Prosadichtungen, Romane, Dramen sowie zahlreiche Übersetzungen aus dem Französischen und Spanischen. Zu den übersetzten Autoren zählen u.a. Balzac, Baudelaire, Mallarmé, Rimbaud, Verhaeren und Villon.Hinzu kommen ungezählte journalistische Beiträge sowie ein beträchtliches, nachgelassenes Konvolut unpublizierter Manuskripte.Zum ersten Mal wird der Öffentlichkeit nun durch die vorliegende Edition eine repräsentative Auswahl aus dem an künstlerischen Höhepunktenreichen Werk Paul Zechs zugänglich gemacht- ein Werk, das nach 1933 weitgehend in Vergessenheit geriet bzw. in weiten Teilen unpubliziert blieb.