Leila Vennewitz und Walter Arndt haben Uwe Johnsons vierbändiges Opus Magnum „Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“ für ein amerikanisches Publikum übersetzt. 1974 und 1987 erschien es gekürzt in zwei Bänden unter dem Titel „Anniversaries. From the Life of Gesine Cresspahl“ vom Autor selbst editiert und abgesegnet – im Literaturbetrieb eine absolute Seltenheit. Monika Eikel-Pohen nimmt diese Gelegenheit zum Anlass, beide Fassungen zu vergleichen und aus transatlantischem Blickwinkel eingehend zu interpretieren. Ihr Fazit: Die „Anniversaries“ bedürfen einer anderen Rezeption als die „Jahrestage“. Eine mögliche Deutung enthält – mit 20 Jahren Distanz – dieses Buch.