Das von Papst Innozenz III. einberufene Konzil gilt als ein Höhepunkt der mittelalterlichen Kirchengeschichte. Zahlreiche der verabschiedeten Normen zeitigten weitreichende religiöse, politische und soziale Folgen, die auch für die Kunst und Literatur der Zeit von Bedeutsamkeit waren.Die hier versammelten Beiträge nehmen daher das Laterankonzil und die Entwicklungen des beginnenden 13. Jahrhunderts aus unterschiedlichen Perspektiven und methodischen Fragestellungen in den Blick. Zu den beteiligten Fachdisziplinen gehören die Geschichte, Kunstgeschichte, Lateinische Philologie, Philosophiegeschichte, Rechtsgeschichte sowie die romanistische und germanistische Literaturwissenschaft. Es werden so auch neue Impulse für ein interdisziplinäres Nachdenken über das Zusammenspiel von historisch-theologischen bzw. kultur- und literarhistorischen Wissensdiskursen und Topoi gesetzt.