Die Frankfurter Rundschau nannte ihn 'so etwas wie den obersten Umweltschützer der Erde'. Gemeint war Klaus Töpfer, der damalige Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen in Nairobi. Kein anderer Politiker ist vom Gedanken an eine gelingende Umweltpolitik so überzeugt wie er. Sein Kopfsprung 1988 in den Rhein, der demonstrieren sollte, dass der Fluss wieder sauber sei, war mehr als ein PR-Gag. Längst wissen wir, dass die Zukunft der Erde in unseren Händen liegt. Umweltschutz ist Menschenschutz. Aber leben wir nicht schon wieder in einer Zeit, in der das zunehmend in Vergessenheit gerät? Von Klimawandel, Bodenerosion durch Abholzung der Regenwälder, Überfischung der Meere und Energiewende lesen wir täglich in den Medien. Aber politisch scheint sich nichts zu bewegen. Oder doch?